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Umbau Öffentliches Krankenhaus Waiern/Feldkirchen
Seit Anfang April können die Patienten des Öffentlichen Krankenhauses Waiern/Feldkirchen von ihren Zimmerfenstern aus die Baumaschinen und Arbeiter beobachten, wie die ersten Mauern hochgezogen werden und damit der Umbau und die Modernisierung des Krankenhauses vorangetrieben wird.
Gesundheitswesen muss einsparen
Gerade in Zeiten, in welchen die Geldmittel im Gesundheitswesen knapper werden, ist es entscheidend, die Investitionen an für die Zukunft wichtigen und richtigen Stellen einzusetzen. So hat sich das Krankenhaus Waiern mit seinen 62 stationären Betten in den letzten Jahren in Richtung eines modernen, bedarfsangepassten und ökonomisch sinnvollen Modell-Krankenhauses entwickelt. Für die kärntenweite Versorgung psychosomatischer Erkrankungen ist die zentrale Lage im Herzen Kärntens optimal. Die Abteilungen für Innere Medizin und Akutgeriatrie garantieren der Bevölkerung im Bezirk eine lebensnahe und qualitativ hochwertige Versorgung und ergänzen die notwendige internistische Versorgung für psychosomatische Patienten.
"Mit der geplanten Investition von 4.9 Mio. Euro sollen die Spitalsbetten, die schon bisher zu den kostengünstigsten in Kärnten zählten, noch effizienter betrieben werden, da es durch den Neubau zu einer deutlichen Verbesserung des Funktionsgefüges kommt. Ein besonderer Dank gilt dem Land Kärnten für die Unterstützung", so Wirtschaftsdirektor Mag. Walter Pansi.
Wie wird umgebaut
Bereits in der Planungsphase wurden dem Motto des Hauses „Der Mensch im Mittelpunkt“ entsprechend, die Interessen der Patienten und Erfahrungen der Mitarbeiter miteinbezogen. Das Architektenteam Klammer & Rauchenwald & Zimmermann erhielt daher den Auftrag ein Krankenhaus zum Wohlfühlen zu entwerfen, in welchem Arbeitsabläufe ökonomisch und effizient möglich sind und welches modernsten Anforderungen entspricht. Nach dem Umbau werden alle Patienten die perfekte Aussichtslage über Feldkirchen genießen können.
Einerseits wird eine geordnete Struktur in den drei Stationen und im Therapie- und Ambulanzbereich vorzufinden sein, andererseits zeichnet sich das Haus weiterhin durch kurze Wege für Patienten und Personal aus. Der neue Eingangsbereich im Norden soll die Freundlichkeit widerspiegeln, welche schon heute den Mitarbeitern des Krankenhauses nachgesagt wird. Eine wichtige Verbesserung stellt die Erneuerung und Vergrößerung des medizinischen Labors dar. Das erst kürzlich von der ÖQASTA wegen seiner hohen Qualität ausgezeichnete Labor führt auch die Untersuchungen für das zweite Kärntner de La Tour Krankenhaus in Treffen durch. Eine weitere Verbesserung wird auch im Endoskopiebereich (Magen-Darm-Spiegelungen) aus hygienischer wie auch aus Sicht der Arbeitsabläufe möglich sein.
Ganzheitliche medizinische Sicht
„Die nun laufenden Umbaumaßnahmen werden uns in Zukunft noch besser die Möglichkeit geben, die Menschen in ihrer Gesamtheit als körperliche, seelische und soziale Individuen zu sehen und zu behandeln“, betont der Ärztliche Leiter, Prim. Dr. Richard Gaugeler. „In Zukunft wird auch die räumliche Struktur unsere medizinisch- fachliche Kompetenz sowie die umfassend therapeutische Qualität und das pflegerisch fachliche Bemühen unterstützen.“
„Unmittelbar sichtbar und spürbar für die Patientenm, aber auch für die Mitarbeiter werden die neugestalteten, vergrößerten und auch rollstuhlgerechten Patienten-Bäder sein. In unserem nach christlichen Werten ausgerichteten Haus, sind mir zufriedene Patienten und zufriedene Mitarbeiter wichtig“, meint Pflegedienstleiter Marko Buttazoni.
Waiern im Vergleich
Schon in der letzten kärntenweit vergleichenden Patientenzufriedenheitsstatistik 2009 fand sich das Öffentliche Krankenhaus Waiern an erster Stelle in der Gesamtzufriedenheit. Auch in Zukunft sollen die innovativen Therapiekonzepte die Bedürfnisse des Menschen in den Vordergrund stellen. Mit modernster Krankenhaus-Architektur soll die medizinische Qualität unterstützt werden.
Das Modell-Krankenhaus Waiern zeigt, dass Qualität und Kosteneffizienz auch in einer kleinen Struktur möglich sind und diese Kleinheit gleichzeitig die Möglichkeit von Menschlichkeit und Individualität in sich birgt.
Umbau im Vollbetrieb
Ein ausgeklügelter Zeit- und Dienstplan, entwickelt vom Projektmanagement der Diakonie, soll den Ablauf der Umbauarbeiten mit zwei neuen Stockwerken und Umbauten im gesamten Untersuchungs- und Therapiebereich auch während des Vollbetriebes im Krankenhaus ermöglichen.
„Auch wenn wir, in der bisher kurzen Bauzeit, schon einige Überraschungen, wie einen Wassereinbruch und unerwartet extreme Lärmbelastungen, erlebt haben, sind wir von der fröhlichen Gelassenheit und Zuversicht der Mitarbeiter aber auch der Patienten überrascht,“ freuen sich Pflegedienstleiter Marko Buttazoni und Primarius Richard Gaugeler.
"Die Umbauarbeiten liegen voll im Plan", freut sich Wirtschaftsdirektor Walter Pansi, "schon im Frühjahr 2012 werden wir den Zu- und Umbau eröffnen können." |